Von Frau zu Frau – Zukunftsangst, Job & Mut

Zukunftsängste Angst

Als ich in meiner Ausbildung zur Heilpraktikerin war, wurde ich nicht gerade selten mit starken Ängsten, Befürchtungen und Sorgen konfrontiert. Ich hatte ein großes Ziel vor Augen und habe für meinen Traumberuf gekämpft. Ständig standen Sorgen über die Zukunft und Fragen über das „was wäre wenn“ an der Tagesordnung. Oftmals war ich so unter Stress, dass ich an nichts anderes mehr als an Angst denken konnte. Nicht nur, weil ich aufgeregt vor der Prüfung war, sondern weil ich mich in dieser Zeit intensiv mit meiner Zukunft befasst habe. Zu diesem Zeitpunkt lernte ich das Thema Angst besonders stark kennen.

Ich hatte große Angst vor der Zukunft

Die Zukunft und was sie mit sich bringen wird ist nicht greifbar und deshalb erscheint sie für viele Menschen als bedrohlich. Ich kann euch etliche Geschichten davon erzählen, wie oft ich mich in Szenarien hineingesteigert habe, die noch niemals eingetroffen sind. Gerade durch die „moderne“ Einstellung der Frau „seinem Mann stehen zu wollen„, ständig perfekt zu sein und alles unter einen Hut zu bekommen kommt es häufig zu Konfliktsituationen.

  • Was will ich werden?
  • Was, wenn mir der Job nicht gefällt?
  • Was wenn ich ein Kind bekomme, wie soll ich dann noch arbeiten?
  • Wird das alles klappen?
  • Werde ich es schaffen?

Ich habe Angst zu versagen. Ich habe Angst vor der Zukunft. Diese Sätze höre ich immer wieder und bemerke, wie viele junge Mädchen und Frauen sich dadurch blockieren lassen. Ich möchte mich da auch gar nicht rausnehmen. Das Leben ist ein Auf- und Ab. Dir sollte bewusst sein, dass es immer weiter gehen wird. Auch wenn das Leben aus Hoch und Tiefs besteht, es geht immer weiter.

Angst zu versagen

Meine Angst versagen zu können und die Frage, ob ich auch wirklich den richtigen Beruf wählen werde, hat mich so sehr blockiert, dass ich starke Probleme mit Angstzuständen bekommen habe. Zeitweise hab ich mich gar nicht mehr vor die Tür getraut. Ich habe mir so viel Druck gemacht, dass sich diese Angst auf jeden Lebensbereich ausgebreitet hat. Es war mein Traumberuf, der Beruf, den ich heute praktiziere. Mit ihm habe ich kurz vor meiner Prüfung nur noch Schlechtes verbunden. Und das alles nur wegen der großen Angst zu versagen.

Mir taten sich damals viele Fragen auf, die sich vor allem damit beschäftigten, ob ich als selbstständige Therapeutin finanziell überleben kann. Und was ist denn nur, wenn ich mich in 10 Jahren für einen anderen Job entscheiden sollte, weil es irgendwie doch nicht DAS ist, was mich wirklich erfüllt? Was ist, wenn ich Kinder bekomme und dann erst mal nicht mehr arbeiten kann – was denken dann bloß die Anderen von mir? Und war dann alles umsonst?

Es ist definitiv nicht einfach den richtigen Beruf zu finden und damit glücklich zu werden. Dazu kann ich dir besonders arg diese beiden Bücher an die Hand geben:

Ich hätte nie gedacht, dass Bücher so eine Wirkung auf die eigene Denkweise haben können. Besonders das erste Buch habe ich innerhalb von zwei Stunden als Hörbuch „aufgesaugt“ und ob du es nun glaubst oder nicht – ich war danach ein anderer Mensch und konnte endlich wieder durchatmen.

  

Angst vor der Zukunft

Findest du dich hier wieder? Diese Angst vor der Zukunft hat mich an den Abgrund gezogen und ich musste viel dafür tun, um aus diesem „Loch“ wieder heraus zu kommen.

Das Sprichwort „Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt“ enthält so viel Wahrheit. Wir können unser Leben nicht immer steuern. Es wird vieles auch so richtig beschissen laufen – ja das wird es! Wir werden richtig traurige Momente und auch schlimme Erfahrungen hinnehmen müssen. Ich ließ diese Tatsache nie zu. Ich wollte das nicht wahrhaben. Für mich war klar, dass das Leben immer nur bergauf gehen muss. Seitdem mir bewusst ist, dass wir schlechte Erfahrungen genauso benötigen, wie die guten, gehe ich einfacher durchs Leben. Ja, sie sind sogar echt wichtig.

Ich akzeptiere die Tatsache, dass das Leben mal rosarote Augenblicke und mal pechschwarze Momente hat. Das ist okay so. Das ist das Leben. Würden wir uns denn so sehr auf einen warmen Sommer am See freuen, wenn wir zuvor nicht frostig kalte Wintertage hatten? Ist es nicht schön, dass es auch mal dunkel wird und nicht ständig hell ist? Diese Fragen sind leicht zu beantworten.

Ich will dir damit sagen, dass es okay ist auch mal zu fallen. Selbst wenn man eine falsche Entscheidung getroffen hat. Das Leben wird immer weitergehen und der Tod lauert nicht um die nächste Ecke. Genauso ist es auch bei der Berufswahl. Triffst du eine oder zwei falsche Entscheidungen, ist es nicht das Ende des Lebens. Es geht weiter und du wirst etwas Neues finden. Übrigens bin ich nicht der Mensch, der es gut findet, wenn man ständig seinen Job wechselt. Wenn man jedoch wirklich unzufrieden mit seiner Berufswahl ist, spricht in meinen Augen nichts dagegen, dass man den Job wechselt und sich umorientiert. Dies sollte immer gut überdacht werden.

Mehr Mut statt Angst

Oft fällt in diesem Zusammenhang auch dieser Satz: „Ich kann nicht“ oder „Ich bin dafür nicht geeignet“. Meiner Meinung nach „kann man“ fast immer, wenn man nur genug will. Jeder muss sich bewusst sein, dass er sich seinen eigenen Horizont selbst absteckt. Wie weit möchte ich gehen? Will ich etwas wirklich umsetzen, dann setze ich alles dafür ein und gebe mein Bestes um weiterzukommen. Hier spielt Angst als Blockade natürlich wieder eine große Rolle. Mir hat folgende Denkweise geholfen, um meine Pläne entspannter anzugehen:

  • Wenn ich etwas wirklich möchte, dann kann ich alles mir mögliche dafür tun, um es zu erreichen – ich muss aber nicht und das sowieso nicht für immer, sollte mich das Ziel nicht mehr interessieren
  • Erstens kommt es anders zweitens als man denkt – ist es nicht wirklich oft so?
  • Wenn ich es versuche kann ich scheitern, wenn ich es nicht versuche scheitere ich sofort
  • Alles was wir unbedingt erreichen wollen kann uns besonders viel Angst einjagen – ist es nicht toll zu sehen, wie wichtig dir das ist? Sonst würdest du dich nicht so arg darum sorgen.
  • Scheitern ist normal, natürlich und wichtig – nur wenn ich schlechte Erfahrungen mache, kann ich die guten ganz besonders genießen. Ich kann wieder aufstehen und weitermachen.
  • Es ist natürlich, dass ich Angst habe, weil mir sehr viel an diesem Thema liegt und ich an vielen Stellen meine Komfortzone verlassen muss, um weiter zu kommen

Ängste bei Stress

Angst tritt leichter auf, wenn wir sowieso schon total unter Strom stehen. Das „Stress-Fass“ ist voll und droht ständig über zu laufen. Alleine schon mit unangenehmen Gedanken zur Zukunft konfrontiert zu werden kann dann äußerst unangenehm sein. Das Fass läuft über. Gerade aus diesem Grund ist es unglaublich wichtig Entspannungsmethoden für sich zu finden, die dafür sorgen, dass wir eine Art Ventil haben, für alles was uns unter Strom setzt. Hier ein paar Anregungen: Entspannung durch Ruheoasen schaffen

Ich hoffe ich konnte dem großen Thema der Zukunftsängste ein bisschen den Wind aus den Segeln nehmen. Meistens scheint das Thema bedrohlicher zu sein, als es eigentlich in Wirklichkeit ist. Aber das musste ich auch erst lernen 🙂

Hast du damit Erfahrungen gemacht und einen Tipp, den du weitergeben kannst? Ich freue mich auf deinen Kommentar auf meiner Seite!

Bis bald und hab einen tollen Tag,

Ailyn


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