5 Küchenkräuter und deren Wirkung – echte Heilkräuter!

Heilkräuter in der Küche

Fast jeder hat es von uns schon einmal getan. Und wer es bisher noch nicht versucht hat, wird es bestimmt nach diesem Post ändern. Kochen mit Kräutern. Ja, in diesem Post geht es um die üblichen Verdächtigen: Petersilie, Basilikum, Schnittlauch, Thymian und Oregano. In den deutschen Küchen und Vorratsschränken findet man wohl am häufigsten diese Kräuter. Zurecht, denn jedes einzelne Kraut hat einen ganz besonderen eigenen Geschmack, der sich für herzhafte, als auch für Süßspeisen nutzen lässt. Wer das noch nicht weiß, sollte unbedingt mal Basilikum-Eis probiert haben. Das besondere an diesen Kräutern ist aber auch, dass sie nicht nur für die Küche verwendet werden können, sondern echte Heilkräuter sind, die also auch für medizinische Zwecke genutzt werden. Ein paar von ihnen sollten wir uns also mal genauer ansehen.

Petersilie

Wir kennen sie klassischerweise in Kombination mit Kartoffelgerichten oder auch in der klassischen Gemüsebrühe. Sie kommt sowohl in Europa, als auch im Mittelmeerraum vor und strotzt nur so vor Chlorophyll und weiteren wichtigen Vitalstoffen. Man kennt die Petersilie als glatte oder krause Petersilie und manch einer nennt sie liebevoll „Peterle“ oder „Peterling“ – zumindest in unseren Süddeutschen-Breitengraden ;). In der Naturheilkunde wird die Petersilie zur Durchspülung der Harnwege genutzt. Sie regt also die Aktivität der Niere an und steigert somit auch die Urinproduktion – Pipi Ahoi! Außerdem wird ihr eine menstruationsfördende Wirkung nachgesagt. So kann man  die Petersilie scheinbar bei zu schwachen Blutungen einsetzen. Ein erhöhter Verzehr kann aber auch dazu führen, dass starke Menstruationsblutungen intensiviert werden. Ist man schwanger, sollte die Petersilie nicht in zu großen Mengen verzehrt werden, weil sie eine Fehlgeburt auslösen könnte. Ein Fakt, der mir bis dato auch noch nicht bekannt war und man definitiv im Hinterkopf behalten sollte. Die Petersilie kann beispielsweise auch als Frischpflanzensaft kurweise eingesetzt werden. Die ätherischen Öle der Petersilie sollen einen positiven Effekt auf Atemwegserkrankungen haben.

Basilikum

Mein Lieblingskraut! Basilikum passt toll zu jeglichen italienischen Gerichten, aber auch auf Brotaufstriche oder zu Salaten. Ich verzehre ihn am liebsten in unserer Avocado-Creme oder auf Bruschetta. Er wird auch als „Königskraut“ bezeichnet und hat dementsprechend auch seinen Nutzen in der Naturheilkunde. Basilikum wirkt unter anderem antibakteriell und kann eine positive Wirkung auf das Nervensystem haben. Auch in der Frauenheilkunde wird er beispielsweise bei Symptomen der Wechseljahre oder aber auch zur Linderung von Menstruationsbeschwerden eingesetzt. Auch bei Menschen mit Ängsten und nervöser Unruhe werden häufig Basilikum-Präparate eingesetzt.

Hier hatte ich schon mal etwas zum Basilikum bei psychischen Beschwerden geschrieben. Wer hätte gedacht, dass Basilikum als Pflanze unter die echten Heilkräuter fällt?

Schnittlauch

Der Schnittlauch ist eine Pflanze, die bis zu einem halben Meter groß werden kann. Häufig bildet er wunderschöne lilane Blüten. Wer Schnittlauch kulinarisch noch nicht kennt, sollte ihn unbedingt seiner nächsten Kräuterbutter hinzufügen. Ihm wird auch eine stark schleimlösende Wirkung nachgesagt. Dies kann ich so bestätigen. Wenn man zu viel davon ist tränen die Augen und die Nase läuft. Das ist ganz positiv bei Erkältungen. Dem darin enthaltene Allicin wird eine desinfizierende Wirkung nachgesagt, weswegen dem Schnittlauch auch im Bereich Verdauung, Atemwege und Blasengesundheit eine Bedeutung zukommt. Das Kraut wird in der Regel nicht erhitzt und eher am Ende der Kochzeit bzw. frisch über die Mahlzeiten gegeben.

Thymian

Dieses Küchenkraut hat schon einige Jahre als Heilkraut auf dem Buckel. Es schmeckt nicht nur hervorragend in der mediterranen Küche, sondern ist ein wahrer Helfer bei Atemwegserkrankungen. Der Thymian mag es sehr gerne sonnig und kann beispielsweise kinderleicht in einem Kräuterbeet auf dem Balkon gepflanzt werden. Man findet ihn oft als Hustenlöser in diversen Produkten, aber auch in den klassischen Erkältungsbädern. Er soll den Auswurf fördern, so dass bei Erkältungen leichter abgehustet werden kann und gleichzeitig wirkt er durch das darin enthaltene Thymol antibakteriell. Ihm werden noch zahlreiche andere Wirkungen nachgesagt und er soll beispielsweise auch krampflösend und fiebersenkend wirken. Ein Grund mehr Thymian unter die Mahlzeiten zu mischen. In der Küche verwende ich ihn gerne zu Gemüsegerichten. Auch in Honig schmeckt Thymian in Kombination mit etwas Lavendel sehr lecker.

Oregano

Auch Oregano wird gleichzeitig als Küchen- wie auch Heilpflanze verwendet und kommt ursprünglich im Mittelmeerraum vor. Oregano kennen wir klassischerweise aus italienischen Soßen zu Pasta oder für die Pizza. Als Heilpflanze wird er vor allem im Bereich Magen-Darm-Trakt eingesetzt. Gerne übergießt man das Kraut mit heißem Wasser und bereitet daraus einen Tee zu. Er wirkt durchblutungsfördernd und kann die Darmperistaltik anregen, so dass Oregano hin und wieder auch bei einem trägen Darm eingesetzt wird. Einige Quellen bezeichnen das Kraut auch als „natürliches Antibiotikum“ im Kampf gegen für uns schädliche Bakterien. Häufig wird Oregano-Öl auch zur Bekämpfung von Pilzinfektionen, z.B. bei einer Infektion mit dem Candida albicans in Kombination mit nativem kaltgepressten Kokosöl eingesetzt.

Was sind deine Lieblingskräuter in der Küche und welche Erfahrungen konntest du mit den oben genanten Küchen- und Heilpflanzen sammeln? Verwendest du diese auch als Heilkräuter? Ich freue mich auf deinen Kommentar! 🙂


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Ailyn
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