Hormonfreie Verhütung – Interview mit Maggie von We are the Ladies

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Heute stelle ich euch Maggie vom BlogWe are the Ladies vor. Wie sich unschwer vermuten lässt, beschäftigt sich dieser Blog mit dem Thema Frau, Verhütung und Kinderwunsch. Ich freue mich darauf heute ein Interview mit Maggie führen zu dürfen und hoffe, dass wir euch das Thema zur natürlichen Verhütung ohne Hormone näher bringen können.

1. Liebe Maggie, stell dich und deinen Blog doch mal kurz vor!

 Hi, ich heiße Maggie, bin 32 Jahre jung und komme ursprünglich aus Hamburg. Seit 1,5 Jahren wohne ich jedoch im schönen Wien! Die vergangenen 5 Jahre habe ich als freiberufliche Journalistin gearbeitet, was mich aber nicht so richtig erfüllt hat. Daher habe ich im Oktober 2015 meinen Blog www.wearetheladies.de ins Leben gerufen. Dort berichte ich von meiner eigenen, langjährigen Erfahrung mit natürlicher Verhütung und zeige anderen Frauen, wie sie ebenfalls einfach und sicher auf diese Weise verhüten können.

2. Warum berührt dich das Thema „Verhütung“ so sehr? Findest du wir sind zu wenig informiert?

Ja, ich finde tatsächlich, dass wir Frauen viel zu wenig über Verhütung informiert sind bzw. werden. Die meisten kennen nur: Pille, Spirale, Kondom. Das liegt zum Teil auch an den Fachärzten, die uns nicht genügend über Alternativen aufklären. Darüber hinaus sind viele Verhütungsmethoden mit Vorurteilen behaftet, die längst nicht (mehr) stimmen. So wurde zum Beispiel die Spirale seit den 80er-Jahren kontinuierlich weiter entwickelt und ist schon längst kein Gesundheitsrisiko mehr. Und beim Thema natürliche Verhütung denken viele sofort: unsicher, altmodisch, aufwendig. Dabei ist diese hochwissenschaftlich entwickelte und zu 99,7 Prozent sichere Methode längst im 21. Jahrhundert angekommen, und kann ganz einfach dank vieler technischer Hilfsmittel in den Alltag integriert werden. Darüber möchte ich auf meinem Blog aufklären.

3. Welche Erfahrungen konntest du bisher mit Verhütungsmitteln sammeln? Was gefällt dir am besten?

Mit 17 Jahren wurde mir auf eigenen Wunsch die Pille verschrieben. Ich hatte mir damals überhaupt keine Gedanken über Risiken und Nebenwirkungen gemacht, schließlich nahmen alle die Pille und sie gehörte einfach dazu. Neun Jahre ging das so. Bis ich eines Tages beschloss, sie abzusetzen. Erst da merkte ich, was ich meinem Körper so lange angetan habe. Nach dem Absetzen fühlte ich mich unheimlich befreit und gut, als wenn ich wieder Ich selbst wäre. Dieses Gefühl wollte ich nie wieder missen und so stand für mich schnell fest: nie wieder Hormone.

Ich habe dann zwei Jahre nur mit Kondomen verhütet, was als Single ziemlich gut machbar ist. Doch dann traf ich meinen Freund und wir hatten schnell keine Lust mehr auf immer nur Kondome. Daher bin ich auf natürliche Verhütung bzw. die symptothermale Methode umgestiegen, bei der wir nur noch an den fruchtbaren Tagen Kondome verwenden müssen. Für mich bzw. uns: die allerbeste Lösung!

4. Sind hormonelle Verhütungsmittel in deinen Augen per se schlecht, oder denkst du es gibt in gewissen Fällen eine Notwendigkeit dafür?

Jede Frau muss natürlich selbst entscheiden, wie sie verhüten möchte. Dennoch halte ich persönlich hormonelle Verhütungsmittel für unnötig. Es gibt einfach so viele hormonfreie Alternativen! Ich empfehle das Buch „Verhüten ohne Hormone“ von Dr. med. Dorothee Struck, das locker und flockig geschrieben und zudem sehr informativ ist.

5. Für wen eignet sich die symptothermale Methode ganz besonders und für wen überhaupt nicht?

Ich würde grundsätzlich behauptet: Jede Frau, die will, kann natürlich bzw. symptothermal verhüten. Die Methode erfordert jedoch ein Mindestmaß an Disziplin und ist sicherlich nicht die Richtige für jede Frau. Denn nicht jede möchte sich täglich mit ihren Körpersymptomen beschäftigen, auf Störfaktoren achten etc. Bei Frauen im Schichtdienst kann es zudem vorkommen, dass die Temperaturkurve aufgrund der unterschiedlichen Aufwachzeiten nicht auswertbar ist. Ein unregelmäßiger Zyklus aber ist kein Hindernis, natürlich zu verhüten.

Im Allgemeinen muss abgewogen werden: Bin ich motiviert und diszipliniert genug, zumindest an meinen potenziell fruchtbaren Tagen meine Temperatur zu messen und meinen Zervixschleim zu beobachten? Bei mir handelt es sich dabei um 10 bis 12 Tage im Monat, also einen durchaus überschaubaren Zeitraum. Die Auswertung kann dann ein kleiner Verhütungscomputer bzw. eine App übernehmen, sodass sich der Aufwand um ein vielfaches reduziert.

6. Was sagst du zu dem Thema „Männer und Verhütung“ – sollten Männer über das Thema Verhütung nicht mindestens genauso gut informiert sein wie Frauen?

Jein. Natürlich sollten auch Männer Bescheid wissen und zusammen mit ihrer Partnerin eine geeignete Verhütungsmethode wählen. Dennoch ist und bleibt Verhütung leider vorrangig Frauensache. Wir Frauen sind es nun mal, die schwanger werden und Kinder kriegen, Männer können sich hingegen einfach aus dem Staub machen. Ich finde es dennoch wichtig, dass Frauen in Sachen Verhütung vom Partner unterstützt werden, auch was die Kosten angeht. So haben mein Freund und ich uns damals die Anschaffungskosten eines Verhütungscomputers geteilt.

Ich glaube, dass Männer sich erst dann über eine konkrete Verhütungsmethode informieren, wenn ihre Partnerin diese bereits in die engere Auswahl gezogen hat. Und das finde ich auch ok. Die Entscheidung für oder gegen diese Methode sollten sie anschließend dennoch gemeinsam fällen.

Vielen lieben Dank für das tolle Interview mit dir!

Ihr findet Maggie übrigens auch auf Facebook: We are the Ladies auf Facebook

Wenn euch dieses Interview gefallen hat, dürft ihr es natürlich gerne weiterteilen.

Bis bald,

Eure Ailyn


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