Neurodermitis – Meiner Haut geht es gut!

neurodermitis heilen

Heute habe ich ein kleines „Update“ zu meiner Hautkrankheit der Neurodermitis hochgeladen. Mittlerweile habe ich sie sehr gut im Griff und möchte euch deshalb auch heute wieder erzählen, wie ich mir selbst weiterhelfen konnte und welche besonderen Erfahrungen ich dabei gemacht habe.

Bitte informiert euch zu jedem Thema selbst! Wenn man seine Neurodermitis auf eigene Faust in den Griff bekommen möchte, dann sollte man recherchieren und lesen was das Zeug hält, aber dennoch vorsichtig mit den Informationen umgehen und alles kritisch hinterfragen. Es hat Jahre gedauert, bis ich wirklich wusste, was mir hilft und was nicht. Und es gab kein „Wundermittel“ für die Neurodermitis. Es war eine komplette „Therapie“, die ich selbst für mich entwickelt und angewendet habe.

Ich bin übrigens nicht der Meinung, dass die Neurodermitis geheilt werden kann. Sie gilt als unheilbare Erkrankung, mit der man jedoch auch symptomfrei leben kann. Es geht also darum die Neurodermitis „schlafen zu legen“, um seine Lebensqualität wieder zurückzugewinnen.

Hier ein paar Empfehlungen zur Neurodermitis:

  •  Bücher von Max Otto Bruker. Meiner Meinung nach hatte der Mann was Ernährung und Krankheiten angeht richtig viel Ahnung. Auch in Bezug auf Allergien, Neurodermitis und anderen chronischen Erkrankungen.

  • Zucker ist ein Nahrungsmittel, welches der Körper definitiv nicht braucht. Von manchen Quellen wird er sogar als „Vitaminräuber“ bezeichnet. Er selbst gilt als leeres Kohlenhydrat und ist in meinen Augen ein absolut schädliches Nahrungsmittel, außer man verzehrt in wirklich in Maßen, was die meisten Menschen leider nicht tun. Zucker versteckt sich leider auch in vielen Fertigprodukten. Ich spreche übrigens nicht von Früchten, sondern von Kristallzucker, verschiedenen Dicksäften oder auch Süßstoff.  Hier ein gutes Buch von Dr. Mosetter dazu: „Zucker, der heimliche Killer. Wie wir krank und süchtig werden“
  • Ich hatte das Thema „TCM“ (Traditionelle chinesische Medizin) in meinem Video angesprochen. Hier findet ihr eine informative Seite und auch eine Tabelle, welche Lebensmittel zusammenfasst, die kühlend, wärmend und neutral wirken von der Ernährungsberatung nach TCM in Wien und hier auch noch die erwähnte Tabelle mit der Lebensmitteleinteilung.
  • Wegen eines Gendefektes ist der Neurodermitiker auf ausreichende Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren angewiesen. Diese kann man gut durch Quellen wie Leinöl oder Hanföl zuführen. Weitere Öle die hier sehr wirksam sind: Nachtkerzenöl, Borretschsamenöl oder Kokosöl. Außerdem wirkt die darin enthaltene Alpha-Linolensäure als stark entzündungshemmend.
  • Der Einsatz von grünen Säften betrachte ich als sehr sinnvoll, wegen des hohen Chlorophyll-Gehaltes. Chlorophyll ist dem menschlichen Blutfarbstoff Hämoglobin sehr ähnlich und wirkt blutreinigend und hilft neues Blut zu bilden. Laut TCM entsteht bei Neurodermitikern oft Bluthitze, die dadurch gelindert werden soll.

Das ist mein Entsafter von Philipps.

 

  • Hier könnt ihr einen Artikel von mir im Welt Vegan Magazin zum Thema basische Kosmetik finden: „Hautsache gesund!“ Und hier gibt es direkt die tollen Basenbäder. Meine liebsten Basenbäder, die ich schon seit Jahren anwende, sind die von Michael Droste-Laux oder der Firma Jentschura. Ich benutze sie entweder einmal wöchentlich in der Wanne. In akuten Phasen sogar öfter. Unter der Dusche nehme ich immer ein bisschen Badesalz und peele damit meinen Körper. Wenn du es verträgst, kannst du das Basensalz mit einem hochwertigen Öl vermischen und dann in dieser Kombination als Peeling verwenden.
  • Einer der wichtigsten Rollen bei der Ausheilung der Neurodermitis spielt wohl der Darm. Man sagt unter anderem, dass die Haut der Spiegel des Darms ist. Wenn wir ihn also sauber halten und die Darmflora im Gleichgewicht ist, haben wir große Chancen auf eine Veränderung und Verbesserung des Hautzustandes. Auch die Spezialklinik Neukirchen, die sehr erfolgreich Patienten mit Hautkrankheiten behandelt, kümmert sich bei jedem Einzelnen um den Darm. Fast jeder Neurodermitiker hat einen miserablen Darmzustand, häufig gepaart mit einer Überzahl an Candida Albicans (Pilze) und einer verminderten Anzahl an guten Bakterien. Teilweise wird sogar angenommen, dass bei Allergien und Neurodermitis der Darm durchlässig wird und so unverdaute Eiweißpartikel ins Blut gelangen können und dann eine verstärkte Immunreaktion auslösen können. Im Darm sitzt ca. 80 % des Immunsystems, somit ist ein Darmaufbau auch immer eine Stärkung des Immunsystems.

Mehr zum Thema Darmgesundheit findest du in diesen tollen Büchern hier:

Dieses Präparat von Dr. Wolz „Darmflora Plus Select“ habe ich auf lange Zeit eingenommen und es hat meinen Darmzustand deutlich verbessert.

Man darf nicht vergessen, dass es Monate oder sogar manchmal bis zu 1 1/2 Jahren dauern kann, bis sich der Darm wieder in Balance befindet. Auch Bitterstoffe spielen eine außerordentlich wichtige Rolle für die Schleimhäute unseres Körpers.

 

  • Häufig werde ich gefragt, welche Cremes ich denn verwende. Zur Ausheilung meiner Neurodermitis habe ich erst mal gar keine Creme verwendet, weil sie bei mir nur trocken heilen konnte. Ich habe zig Cremes getestet (lies mal hier meinen Blogeintrag dazu!) und keine einzige davon hat mir wirklich gegen den Ausschlag geholfen. Das Problem greift man am besten von innen auf. Vor allem sollte man mit Kortison aufpassen und es nicht in größeren Mengen oder auf zu lange Zeit verwenden. Kortison habe ich nur in absoluten Ausnahmezuständen verwendet, z.B. wenn ich stark eiternde Ekzeme an wirklich ungünstigen Stellen hatte. Dennoch gibt es eine Creme, die mir gegen die Trockenheit ganz gut geholfen hat. Das war die „Siriderma-Serie“ und zum einen die nicht-konservierte „Dream Cream“ von Lush. Ganz tolle Erfahrungen habe ich übrigens mit dem Aloe Vera Gel von Hübner + Hanföl gemacht. Dazu holt ihr euch am besten ein Kosmetiktigel, in dem ihr diese „Creme“ anmischen könnt. Man kann hier auch noch ein paar Tropfen Teebaumöl dazugeben. Aloe Vera kühlt die Haut, spendet Feuchtigkeit und stillt den Juckreiz, sowie auch das Teebaumöl. Das Hanföl hilft dabei die Hautbarriere wieder zu stärken und wirkt zudem stark entzündungshemmend. Diese Creme lässt man im Kühlschrank und ist auch nur wenige Tage haltbar, deshalb nicht allzu viel anmischen und die ersten 2-3 Tage vorsichtig an kleineren Stellen testen (auf Verträglichkeit). Das Eincremen mit dieser Creme kann mehrmals am Tag erfolgen. Die Kombination hilft bei mir super, wenn ich mal einen akuten Schub habe. Das kann keine gekaufte Creme 🙂

Ein wichtiger Punkt zum Schluss. Durch die Klinik in Neukirchen und viele Gespräche mit Ärzten dort, konnte ich erfahren, dass die meisten Patienten mit Hautkrankheiten (v.a. Neurodermitiker) einen Mangelzustand an diversen Vitaminen und Spurenelementen hatten. Dort hat man relativ hohe Mengen an Nahrungsmittelergänzung bekommen. Es muss also irgendeinen Grund geben, dass der Neurodermitiker an sich entweder viel zu wenig Mikronährstoffe resorbieren kann (Darmzustand?) und der Verschleiß auch höher ist (z.B. wegen Entzündungsherden). Hier hat meiner Erfahrung nach der Einsatz von hochdosierten Vitamin D, Selen oder auch der B-Vitamine geholfen. Bitte lest euch in dieses Thema rein und sprecht mit eurem Arzt. Vor allem das Thema Vitamin D möchte ich euch ganz, ganz arg ans Herz legen. Der Vitamin D Mangel ist einer der häufigsten pathologischen Laborbefunde in Deutschland.

Dieses Buch ist wahnsinnig toll und auch von einem Arzt geschrieben – Gesund in 7 Tagen – Die Vitamin D Therapie. Mit Vitamin D habe ich nicht nur gute Erfahrungen im Bezug auf meine Neurodermitis gemacht, sondern auch in Bezug auf die Psyche (andere Geschichte!).

Ich hoffe, dass euch meine Tipps weiterhelfen konnten. Wenn ihr Fragen habt dürft ihr sie mir gerne unter meinem aktuellen Video zur Neurodermitis stellen oder auch auf Facebook unter dem jeweiligen Post. Hier geht´s zum Video:

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag.

Bis bald,
Eure Ailyn


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